Fachinformationen

Cordiva ist ein Gesundheitsprogramm für Patienten mit chronischer systolischer Myokardinsuffizienz. Bei Cordiva arbeiten Hausarzt, Facharzt, Krankenhaus und die Gesellschaft für Patientenhilfe eng zusammen. Die enge Führung durch den behandelnden Arzt wird ergänzt durch Telemedizin. Dadurch wird die kritische Aufmerksamkeitslücke zwischen den Arztbesuchen geschlossen.

Mit Cordiva hat die Gesellschaft für Patientenhilfe ein telemedizinisches Gesundheitsprogramm ins Leben gerufen, das aus Sicht der betroffenen Patienten entwickelt wurde und die Verbesserung der Versorgungsqualität zum primären Ziel hat und gleichzeitig dem teilnehmenden Arzt die größtmögliche Unterstützung bietet. Durch den Einsatz moderner telemedizinischer Verfahren kann Patientenhilfe die Belastung für den Arzt deutlich reduzieren und dabei die Qualität für den Patienten erhöhen. Schulung, Betreuung und Koordination erfolgen im Auftrag des Arztes. Der Arzt bleibt der wichtigste Ansprechpartner des Patienten.

Die Hauptursache für Krankenhausaufenthalte bei alten Menschen

Die chronische Herzinsuffizienz mit ihrer altersabhängigen Prävalenz und Inzidenz ist eine der häufigsten internistischen Erkrankungen. Sie ist die Hauptursache für Krankenhausaufenthalte von älteren Menschen und verantwortlich für etwa 2% aller Krankenhausausgaben (deutschlandweit ca. 1,2 Mrd. EUR pro Jahr).

Chronische Herzinsuffizienz ist eine gefährliche Erkrankung: Die Mortalität liegt höher als bei den meisten Krebserkrankungen. Chronische Herzinsuffizienz ist die Hauptursache für Krankenhausaufenthalte von älteren Menschen.

Die Prognose ist beeinflussbar durch therapeutische Maßnahmen, für die es klare evidenzbasierte Leitlinien gibt.

Telemedizinische Gesundheitsprogramme senken die Sterblichkeit

Telemedizin ermöglicht durch die engmaschige und lückenlose Erfassung von Gesundheitsdaten eine optimierte Therapieführung. Im Rahmen des Programmes erfolgt die automatische Übermittlung von Gewichtswerten an das Cordiva-Zentrum. Wenn definierte Grenzwerte unter- bzw. überschritten werden, wird sofort ein Alarm ausgelöst, so dass umgehend therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können.

Zudem erhält der Patient eine auf seine individuellen Lebensverhältnisse abgestellte Schulung zum Umgang mit der Erkrankung (Selbsterkennung von Symptomen, Verständnis der Erkrankung, Arztbesuche, Medikamente, Ernährung, Bewegung, etc.)

Mehrere kontrollierte Studien haben gezeigt, dass Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz von einer derartigen Schulung und telemedizinischen Betreuung stark profitieren:

  • Reduktion der Sterblichkeit
  • Steigerung der Lebensqualität
  • Reduktion der Krankenhausaufenthalte

Seit neuestem hat die „Amerikanische Gesellschaft für Herzinsuffizienz“ (www.hfsa.org) in Ihren Leitlinen strukturierte Gesundheitsprogramme für Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz auf den höchsten Evidenzgrad IA gehoben. Das heißt, es gibt breiten wissenschaftlichen Konsens, dass diese Methode ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung sein soll.

Deshalb haben namhafte Kardiologen gemeinsam mit der Gesellschaft für Patientenhilfe das telemedizinsche Gesundheitsprogramm Cordiva für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz entwickelt. Cordiva basiert auf den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie e.V.