Herzschwäche

Kennen Sie das?

  • Atemnot – schon bei geringer körperlicher Aktivität
  • Allgemeine Schwäche und Müdigkeit
  • „Dicke Beine“ durch Wasseransammlungen (Ödeme)
  • Gestörter Schlaf durch nächtlichen Harndrang

Wenn Sie diese Beschwerden kennen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt auf Ihre Beschwerden ansprechen. Eventuell liegt bei Ihnen eine Herzschwäche vor. Herzschwäche ist eine Volkskrankheit; jeder 5. Mensch in Deutschland leidet darunter.

Nehmen Sie diese Erkrankung nicht auf die leichte Schulter! Ohne eine Behandlung wird sich die Herzleistung immer weiter verschlechtern. Ein schwaches Herz ist lebensbedrohlich!

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Wirken Sie dem Fortschreiten Ihrer Herzschwäche entgegen.

Herzschwäche ist eine sehr häufige Erkrankung

Die chronische Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist eine sehr häufige Erkrankung.

Viele - besonders ältere - Menschen leiden an Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Die häufigsten Ursachen sind Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit), Bluthochdruck sowie Krankheiten, die den Herzmuskel oder die Herzklappen direkt angreifen (z.B. Entzündungen).

Wie merke ich, dass ich eine Herzschwäche habe?

Das geschwächte Herz ist nicht mehr in der Lage, das Blut ausreichend kräftig durch den Körper zu pumpen. In der Folge passieren zwei Dinge:

Erstens erfolgt keine ausreichende Durchblutung der Organe. Eine allgemeine Leistungsminderung ist die Folge. Die Betroffenen können sich nicht mehr so stark belasten wie früher, bekommen unter der Belastung Luftnot, und müssen beim Treppensteigen oder beim Spaziergang Pausen einlegen.

Zweitens wird das Blut, das von den Organen zum Herzen zurückkommt, nicht schnell genug weitergepumpt. Es kommt zum Rückstau. Zunächst staut sich das Blut in der Lunge. Auch das verstärkt die Luftnot. Über einen Rückstau in der rechten Herzhälfte setzt sich der Blutstau auch in den übrigen Körperkreislauf fort. Dadurch kommt es zu Wassereinlagerungen. Das Körpergewicht nimmt zu. Sichtbar werden diese Wassereinlagerungen (Ödeme) zuerst an Knöcheln und Fußrücken und später am gesamten Unterschenkel und eventuell auch an den Händen.

Chronische Herzinsuffizienz ist die Hauptursache für Krankenhausaufenthalte von älteren Menschen. Um dies aktiv zu vermeiden, ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Krankheit gut verstehen (siehe Grundregeln für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz). Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, den Verlauf Ihrer Erkrankung günstig zu beeinflussen. Dabei hilft Ihnen das Gesundheitsprogramm Cordiva. Mehr über diese Krankheit kann der Arzt durch Befragung, körperliche Untersuchung, Röntgenaufnahmen und Ultraschall herausfinden.

Sie können etwas gegen ihre Herzmuskelschwäche tun!

Grundregeln für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz
Wenn sich Wasser in der Lunge sammelt, kommt es zu Atemnot. Oftmals ist die notfallmäßige Aufnahme in ein Krankenhaus die Folge. Um dieser vorzubeugen, sollten folgende Prinzpien beachten:

  • Nehmen Sie die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig ein.
  • Kontrollieren Sie Ihr Gewicht.
  • Trinken Sie nicht zu viel Flüssigkeit.
  • Bewegung im richtigen Maß tut Ihnen gut.

Es ist sehr wichtig, dass Sie die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen! Sie dürfen die Einnahme der Medikamente nicht davon abhängig machen, ob es Ihnen gut geht oder nicht. Denn auch wenn Sie nur wenig Beschwerden haben, schreitet die Herzmuskelschwäche voran, wenn sie nicht behandelt wird. Deswegen ist es wichtig, dass Sie Ihre Medikamente auch in den beschwerdefreien Zeiträumen regelmäßig und zuverlässig einnehmen.

Außer der Einnahme von Medikamenten gibt es noch andere Möglichkeiten, um die Zunahme Ihrer Beschwerden zu vermindern und Ihr Herz zu entlasten. Dazu gehören die Kontrolle Ihres Körpergewichtes, Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten, körperliche Bewegung und die Vermeidung von Alkohol und Nikotin.

Mit der Teilnahme an Cordiva können Sie einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von gefährlichen Komplikationen und zur Erhöhung Ihrer Lebensqualität leisten. Schulung, Betreuung und Koordination erfolgen im Auftrag Ihres behandelnden Arztes. Dieser bleibt Ihr wichtigster Ansprechpartner.