Leitlinien

Leitlinien sind von großer Bedeutung für die Diagnose und Therapie der chronischen Herzinsuffizienz. Zur Anwendung kommen Leitlinien, die international anerkannt sind, strengen Qualitätskriterien entsprechen und einen entsprechend hohen Empfehlungsgrad aufweisen. Die Gesellschaft für Patientenhilfe erarbeitet selbst keine Leitlinien, sondern wählt existierende Leitlinien aus und stellt diese den teilnehmenden Ärzten zur Verfügung. Bei der Auswahl von Leitlinien arbeitet Patientenhilfe eng mit führenden Experten zusammen.

Die Anwendung qualitätsgeprüfter Leitlinien gibt dem behandelnden Arzt die Sicherheit, medizinisch das Richtige für seinen Patienten zu tun. Außerdem werden Leitlinien immer mehr zum haftungsrelevanten Maßstab ärztlichen Handelns.

Was sind Leitlinien? Eine Definition

Leitlinien sind systematisch entwickelte Darstellungen und Empfehlungen mit dem Zweck, Ärzte und Patienten bei der Entscheidung über angemessene Maßnahmen der Krankenversorgung unter spezifischen medizinischen Umständen zu unterstützen. Leitlinien geben den Stand des Wissens (Ergebnisse von kontrollierten klinischen Studien und Wissen von Experten) über effektive und angemessene Krankenversorgung zum Zeitpunkt der "Drucklegung" wieder. In Anbetracht der Fortschritte wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Technik müssen periodische Überarbeitungen, Erneuerungen und Korrekturen unternommen werden. Die Empfehlungen der Leitlinien können nicht unter allen Umständen angemessen genutzt werden. Die Entscheidung darüber, ob einer bestimmten Empfehlung gefolgt werden soll, muß vom Arzt unter Berücksichtigung der beim individuellen Patienten vorliegenden Gegebenheiten und der verfügbaren Ressourcen getroffen werden.

Quelle: leitlinien.net

Cordiva basiert auf den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie e.V.

Cordiva ist ein Behandlungsprogramm zur Diagnose und Therapie der chronischen systolischen Myokardinsuffizienz. (Für die diastolische Herzinsuffizienz sind Leitlinien auf Grundlage von kontrollierten Studienergebnissen derzeit nicht verfügbar).

Cordiva basiert auf den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (www.escardio.org) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (www.dgk.org/leitlinien).

Cordiva berücksichtigt Hinweise aus der Hausärztlichen Leitlinie der Leitliniengruppe Hessen (www.pmvforschungsgruppe.de) und des DIeM-Institut für evidenzbasierte Medizin (www.di-em.de).

Fachliche Beratung: Prof. Dr. med. Franz-Xaver Kleber (Sprecher des Clusters "Klinische Herzinsuffizienz" der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie; Direktor der Klinik für Innere Medizin Unfallkrankenhaus Berlin).

Kriterien für die Qualität von Leitlinien

  • Validität / Gültigkeit: Die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen müssen korrekt interpretiert werden, so daß die Nutzung der Leitlinie als Hilfe zur Entscheidungsfindung zu der beabsichtigen Verbesserung in Diagnostik und/oder Therapie führt.
  • Reliabilität / Zuverlässigkeit: Unter gleichen klinischen Umständen sollte jeder Arzt die Leitlinie gleich oder sehr ähnlich als Hilfe zur Entscheidungsfindung nutzen.
  • Validität / Gültigkeit: Die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen müssen korrekt interpretiert werden, so daß die Nutzung der Leitlinie als Hilfe zur Entscheidungsfindung zu der beabsichtigen Verbesserung in Diagnostik und/oder Therapie führt.
  • Reproduzierbarkeit: Bei gleichen verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen sollte eine weitere unabhängige Expertengruppe zu gleichen Empfehlungen kommen.
  • Repräsentative Entwicklung: Alle Schlüsseldisziplinen sollten ihren Beitrag zur Entwicklung der Leitlinie geleistet haben.
  • Klinische Anwendbarkeit: Die Zielgruppe, für die wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen verfügbar sind, ist definiert.
  • Klinische Flexibilität: Die Leitlinie nennt Ausnahmefälle und zeigt auf, wie die Bedürfnisse der Patienten in die Entscheidungsfindung einzubeziehen sind.
  • Klarheit: Leitlinien benutzen präzise Definitionen, eine eindeutige Sprache und benutzerfreundliche Formate.
  • Genaue Dokumentation: Die Leitlinien machen Angaben über die Teilnehmer an der Entwicklung, die Annahmen und Methoden und verknüpfen die ausgesprochenen Empfehlungen mit den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen.
  • Planmäßige Überprüfung: Die Leitlinien enthalten Angaben darüber, wann und wie sie überprüft werden.
  • Überprüfung der Anwendung: Die Leitlinien zeigen Verfahren auf, mit denen die Akzeptanz der Empfehlungen in der Praxis ermittelt werden kann.
  • Kosten/Nutzen-Verhältnis: Die Anwendung der Leitlinien soll zur Verbesserung der medizinischen Versorgung bei akzeptablen Kosten führen.

Quelle: leitlinien.net